Dietrich, Marlene
Deutsche Schauspielerin
* 27.12.1901 Berlin-Schöneberg, † 6.5.1992 Paris
Bis heute ist Marlene Dietrich der Inbegriff der „Femme fatale“.
Ihr richtiger Name: Marie Magdalene von Losch – den Künstlernamen „Dietrich“ entlieh sie sich von ihrem verstorbenen leiblichen Vater. Als Kind hatte Marlene Dietrich Geigenunterricht; später besuchte sie die Max-Reinhardt-Schauspielschule. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie als Revue-Girl und Filmstatistin.
1924 heiratete sie Rudolf Sieber; ihre einzige Tochter Maria wurde 1925 geboren. In den 1920er Jahren drehte sie einige Filme für die Ufa, z. B. „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ (1929). Der große Durchbruch kam mit der Rolle der verruchten Nachtclub-Sängerin Lola Lola in Josef von Sternbergs Film „Der blaue Engel“ (1930), in dem sie ihre berühmten Lieder „Lola“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ sang und der ihr Image als blonde Femme fatale begründete.
1930 verließ Marlene Dietrich Deutschland und folgte Sternberg in die USA. Unter seiner Regie drehte sie in Hollywood Filme wie „Shanghai Express“ (1931) und „Die blonde Venus“ (1932). 1939 nahm sie die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Während des Zweiten Weltkriegs war sie zur Truppenbetreuung in Europa.
Nach Kriegsende setzte Marlene Dietrich ihre Filmkarriere fort und spielte u. a. in dem Hitchcock-Film „Die rote Lola“ (1950) und 1957 in „Zeugin der Anklage“ sowie „Im Zeichen des Bösen“.
Ab 1953 begann für Marlene Dietrich eine neue Karriere: sie trat auch als Varieté-Künstlerin z. B. in Las Vegas auf. Auf dem Klavier wurde sie von dem jungen Burt Bacharach begleitet – hieraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. Auf der Bühne sang sie Lieder aus ihren Filmen, Songs von Cole Porter oder das berühmte „Lili Marlen“. Mit ihrer One-Woman-Show feierte sie weltweit große Erfolge; sie tourte rund um die Welt, bis ein schwerer Sturz 1975 in Sydney ihre Bühnenkarriere endgültig beendete. Seit 1976 war sie verwitwet. 1979 veröffentlichte sie ihre Memoiren "Nehmt nur mein Leben".
Marlene Dietrich starb in Paris und ist in Berlin begraben.
Briefmarken:
- Deutschland 1939 (1997)
- Bulgarien 4185 (1995)
- Gibraltar 739 (1995)
Zahlreiche weitere Länder gaben Briefmarken mit Marlene Dietrich heraus.
Quellen:
- Maria Riva, Meine Mutter Marlene, Bertelsmann Verlag München 1992
- Donald Spoto, Marlene Dietrich, Heyne Verlag München 1992
- Steven Bach, Marlene Dietrich – Die Legende – Das Leben, Econ Verlag Düsseldorf 1993
- www.laut.de/Marlene-Dietrich [3.8.2011]
- www.imdb.de/name/nm0000017/ [3.8.2011]
(Iris Ruhl 2008)


