Lexikon - P
Paar
Zwei zusammenhängende gleiche Briefmarken
Bei deutschen Dauermarken stammen waagerechte Paare – allseitig gezähnt – immer aus einem Bogen, oben bzw. unten geschnittene aus einem Markenheftchen.
Um in der Sammlung Rollen- und Bogenmarken zu unterscheiden, wählt man ein Randstück, Eckrandstück oder Paar von der Bogenmarke und eine Rollenmarke mit rückseitiger Zählnummer.
Paquebot
= Postschiff (franz.)
Nebenstempel für Sendungen, die an Bord eines Schiffes aufgeliefert werden.
Die Sendungen müssen mit Briefmarken des Heimatlandes des Postschiffes freigemacht werden. Der Stempel PAQUEBOT wird zusätzlich zur postalischen Entwertung angebracht und dient zum Nachweis der ordnungsgemäßen Aufgabe. Für die Gestaltung gibt es keine Vorschriften, üblich sind kleine Rahmenstempel.
Philatelie
Allgemeine Bezeichnung für das Sammeln von Briefmarken.
Der Begriff setzt sich zusammen aus den griechischen Worten "philos" = Freund und "ateleia" = Gebührenfreiheit.
Plattenfehler
Ein Plattenfehler entsteht, wenn während der Druckdauer eine Druckplatte abgenutzt oder beschädigt wird. Im Markenbild zeigen sich dann zusätzliche oder falschliegende Striche oder es fehlen Teilstriche. Gelegentlich lässt sich im Markenbild auch eine Nachgravur erkennen.
Plattenfehler werden von Spezialsammlern geschätzt; bei selten vorkommenden Plattenfehlern kann es zu erheblichen Preisaufschlägen kommen.
portogerecht
Eine Sendung ist portogerecht frankiert, wenn die aufgeklebten Marken genau dem gültigen Portosatz für diese Sendung entsprechen. Über- oder Unterfrankatur sind bei Briefmarkensammlern unbeliebt.
postfrisch
Eine postfrische Briefmarke ist in dem Zustand, in dem sie am Postschalter erhältlich war. Sie ist nicht entwertet und hat eine intakte Gummierung.
Postwertzeichen
Amtliche Bezeichnung einer Postagentur für den Aufkleber, der die Bezahlung der Gebühr für den Transport der Postsendung bezeugt. Dazu gehören neben Briefmarken – darunter u.a. Freimarken, Zuschlagmarken und Dienstmarken – auch Ganzsachen mit Wertstempeleindruck.Probedruck
Probedrucke sind Entwürfe für Briefmarken, die in verschiedenen Druckverfahren und Farben gedruckt werden. Sie werden oft mit dem Aufdruck „Specimen“/„Muster“ gekennzeichnet und dürfen nicht postalisch verwendet werden.
Prüfer
Der Prüfer überprüft die Echtheit einer Briefmarke hinsichtlich Druck, Stempel, Gummierung, Zähnung usw. Nach der Echtheitsprüfung bringt er rückseitig seinen Prüfstempel an, wobei Lage und Stellung des Prüfzeichens auf Qualität und Echtheit der Marke hinweist. Bei besonders wertvollen Marken wird ggf. auch ein Fotoattest erstellt.
Bei fälschungsgefährdeten oder teuren Marken, Marken mit Farbabarten oder Plattenfehlern empfiehlt es sich, die Marken an einen Prüfer zu schicken, um die Echtheit der Marke sicherzustellen. Es gibt für die meisten Länder, Gebiete und Zeitepochen Prüfer; eine Liste der Prüfer findet man u.a. im Michelkatalog oder aber direkt auf der Webseite des Bundes Philatelistischer Prüfer e.V. (BPP).
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