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Autor: Schreibfee

Hauptversammlung des Bundes Deutscher Philatelisten tagte in Bensheim

Hauptversammlung des Bundes Deutscher Philatelisten tagte in Bensheim

Erstmals eine Frau als Rechnungsprüferin

Der Bund Deutscher Philatelisten führte seine Hauptversammlung am 28.September 2019 in Bensheim/Hessen durch. Der Verein Frau und Philatelie wurde durch mich als stellvertretende Vorsitzende vertreten.

Kurz vor Beginn der Versammlung kam Unruhe auf und die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden nach draußen gebeten. Schnell machte es die Runde, dass der Verwaltungsrat keinen Beschluss über die Entlastung des Bundesvorstandes gefasst hatte, wie es die Satzung vorsieht. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates hatte den Punkt wohl vergessen. Somit begann die Sitzung mit 20-minütiger Verspätung.

Wie in jedem Verband gibt es eine Reihe von Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, die für die Arbeit des Verbandes und seiner Mitglieder wichtig sind. Nach den Regularien wie Grußworte, Wahl des Protokollführers etc. nahm die Versammlung die Berichte des Bundesvorstandes und der Bundesstellenleiter entgegen. Die Berichte lagen schriftlich vor und wurden nur aufgerufen. Der Präsident trug seinen Bericht aber selbst vor. Über einige Berichte wurde diskutiert und es wurden Fragen gestellt.

Bemerkenswert war die Feststellung von Vizepräsident Jan Billion, dass man ein sehr gutes Verhältnis zur Deutschen Post und mit deren Abteilungsleiterin Claudia Schäfer eine große Fürsprecherin habe. Bemerkenswert war der Satz deshalb, weil nach der Veranstaltung durchsickerte, dass die große Fürsprecherin gar nicht mehr Leiterin der Abteilung Philatelie ist und in ihrer neuen Position auch nichts mehr mit Briefmarken oder Philatelie zu tun hat. Da kam schon die Frage auf, warum der Hauptversammlung nicht die Wahrheit gesagt wird.

Ein Highlight für den Verein Frau und Philatelie war die Wahl der Vorsitzenden Christine Hennings-Kuhlmann zur Rechnungsprüferin für die Geschäftsjahre 2019 und 2020. Der Nordwestdeutsche Philatelistenverband, deren Schatzmeisterin sie ist, hatte sie vorgeschlagen. Obwohl Frauen auch in der neuen Satzung des BDPh eigentlich nicht vorgesehen sind, erhielt sie unter drei Kandidat*innen  mit 24859 die meisten Stimmen.

Die neue Satzung wurde nach einigen Diskussionen mit Mehrheit verabschiedet und die Beiträge bleiben auch in den nächsten Jahren unverändert.

Helma Janssen

Süden trifft Norden

Süden trifft Norden

Am 25.8.2019 machten mein Mann und ich uns auf den Weg nach Bad Fallingbostel. Dort fand wie jedes Jahr die Briefmarken-Börse in der Heidmarkhalle statt. Bad Fallingbostel liegt in der Lüneburger Heide im südlichen Niedersachsen.

Wir waren gerade angekommen und hielten uns noch bei den ersten Ständen auf, als mir jemand auf die Schulter klopfte. Vor mir stand unsere Sammlerfreundin von Frau und Philatelie, Birgit Haferkamp. Im ersten Moment war ich ziemlich überrascht, wohnt Birgit doch in Bruchsal in Baden-Württemberg, ungefähr 500 km von Fallingbostel entfernt.

Birgit und Helma

Birgit war an dem Wochenende zur Jahrestagung ihrer Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika am nahen Steinhuder Meer. Und da hatten sich einige Sammler*innen zusammen auf den Weg zur Börse nach Fallingbostel gemacht.

Helma Janssen

Hat der BDPh nur ein Imageproblem?

Hat der BDPh nur ein Imageproblem?

Neue Satzung des BDPh wieder nur in männlicher Form!

In dem Editorial der philatelie vom Juli 2019 beklagt Vizepräsident Billion – zurecht – das schlechte Image des Briefmarkensammelns in der Öffentlichkeit. Dabei zitiert er den Satz: „Ist das nicht nur ein Hobby für ältere Männer?“ Er verweist drauf, dass sich die Vereine und Sammler*innen positiver in der Öffentlichkeit verkaufen müssen. Das ist sicher richtig. Aber handelt es sich hier wirklich nur um ein Imageproblem? Genügt wirklich nur eine positive Darstellung in der Öffentlichkeit oder ist das Problem in manchen Details nicht tiefgründiger?

Da wird der Hauptversammlung in Bensheim eine überarbeitete Satzung zur Abstimmung vorgelegt. Die komplette Satzung ist nur in männlicher Form abgefasst. So können, nur als Beispiel, die Delegierten auch künftig keine Präsidentin oder eine Rechnungsprüferin wählen. Frauen sind laut Satzung nicht vorgesehen. Wie ist so etwas in unserer heutigen Zeit noch möglich?

Wie sollen die Sammler*innen denn Frauen für das Briefmarkensammeln und für die organisierte Philatelie gewinnen, wenn sie gar nicht vorgesehen sind? Und wie sollen gar jüngere Mitglieder geworben werden? Die lachen sich doch kaputt, wenn sie diese antiquierte Satzung lesen.

Sammlerinnen sind immer noch in der absoluten Minderheit im Bund Deutscher Philatelisten. Natürlich gibt es sie in einigen Vereinen, aber auch dort nur in der Minderheit. Und es gibt auch engagierte Sammlerinnen, die in Vorständen aktiv sind oder gar einen Verein leiten. Wie der Verein der Briefmarkenfreunde Soest, der von Hannelore Oeleker über viele Jahre erfolgreich geführt wurde und jetzt mit Brigitte Mühlhaus wieder eine Frau an der Spitze hat. Aber das sind immer noch Ausnahmen. Die wenigen engagierten Sammlerinnen dienen den Männern aber immer gerne als Feigenblatt und werde als Argument angeführt, das doch alles bestens sei.

Aber so lange es kein Umdenken bei den Sammler*innen und in den Vorstandsetagen des Bundes Deutscher Philatelisten gibt, so lange wird das Hobby Briefmarken sammeln weiter ein „Hobby für ältere Männer“ bleiben. Und da hilft auch keine Imageoffensive.

Wir sind gendermäßig bereits beim dritten Geschlecht angekommen – Der Bund Deutscher Philatelisten ist leider immer noch beim Ersten stehen geblieben!

Frau und Philatelie

Christine Hennings-Kuhlmann, Helma Janssen

Messe Essen – schon wieder vorbei

Messe Essen – schon wieder vorbei

(hj) Es waren anstrengende, aber auch schöne Tage. Gleich am ersten Tag wurde unser Treffpunkt zum Anziehungspunkt für Sammlerinnen. Wir mussten uns doch tatsächlich noch einen Stuhl vom Landesverband Nordrhein-Westfalen leihen. Und dieser Run auf unseren Treffpunkt hielt auch die ganzen Tage an.

Gleich zu Beginn war der Stand belegt. Fotos: W. Kuhlmann

Viele Freunde, Bekannte und Unterstützer besuchten uns – und das nicht nur Frauen. Auch unter den Sammlern haben wir Zuspruch. Aber auch viele unbekannte Sammlerinnen kamen zu uns. Sie waren erstaunt, dass es einen Treffpunkt für Sammlerinnen gibt und fanden das sehr gut.

Besuch von Hans-Werner Salzmann – einen lieben Freund und Unterstützer von uns uns Sammlerinnen.

Es wurde viele geredet und gefachsimpelt, Marken und Belege wurden bestaunt und es wurde diskutiert. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, es wurde des Öfteren herzlich gelacht. Und sogar zwei junge Mädchen fanden den Weg zu unserem Stand. Es gibt sie also doch noch – die Jugend.

Ein bisschen Spaß muss sein

Fazit: Für uns waren es erfolgreiche Tage. Es hat sich gezeigt, dass ein Treffpunkt für Sammlerinnen gerne angenommen wird. Vielen Dank an alle Mitstreiterinnen, die den Stand mit betreut haben.

Sammlerinnentreff auf der Briefmarkenmesse in Essen

Sammlerinnentreff auf der Briefmarkenmesse in Essen

Kooperation zwischen Frau und Philatelie und dem Bund Deutscher Philatelisten

Was haben die Segelregatten nach Hobart und der Helga Cup in Hamburg mit der Philatelie gemeinsam? In beiden Fällen handelt es sich um Männerdomänen, wo Frauen kaum wahrgenommen werden.

Bei der Segelregatta von der Millionenmetropole Sydney nach Hobart auf der australischen Insel Tasmanien ging 2018 zum ersten Mal eine reine Frauen-Crew an den Start. Die Patenschaft übernahm die frühere australische Außenministerin Julie Bishop. Sie bezeichnete die Frauen-Crew als „Inspiration für Frauen und Mädchen rund um die Welt“.
Der Helga Cup ist die größte reine Frauenregatta und man freut sich auf alle Seglerinnen aus ganz Europa .Beim „Helga Cup“ geht es nicht nur um das reine Regattasegeln und nicht nur um das eine Event. Das Motto ‚thinkHelga‘ ist Begeisterung, Emotion, Lebensfreude und Erfahrung, oder anders: der Helga Cup ist ein neues Format, bei dem Sport, Netzwerken und die Freude am Segeln im Vordergrund stehen. Und wer hatte die Idee zu dieser Regatta – ein Mann!
Sven Jürgensen vom Norddeutschen Regatta Verein ist Fotograf und vermisste bei den Regatten Frauen in Action. Natürlich kam da auch bald die Frage: muss das sein? – Und der Erfolg sagt: ja!

Und wie sieht es in der Männerdomäne Briefmarkensammeln aus? In einigen Vereinen und Verbänden gibt es Frauen, sogar äußerst engagierte. Es gibt sogar Ausstellerinnen. Aber insgesamt ist und bleibt es eine Männerdomäne. Und das muss sich ändern!

Leider mangelt es uns an einem interessierten und ideenreichen Mann und eine ehemalige Ministerin zur Unterstützung haben wir auch nicht. Aber der Verein Frau und Philatelie will trotzdem die Sammlerinnen erreichen und in die organisierte Philatelie holen. Die Mitglieder wollen ihre Begeisterung, Freude und Erfahrung an andere Sammlerinnen weitergeben. Und die Überzeugung, dass sich das Hobby in einem Verein gemeinsam mit anderen Sammlern am schönsten betreiben lässt.

Der Verein Frau und Philatelie hat seine Kooperation mit dem BDPh erneuert und verändert. Er wird wie bisher die Betreuung des BDPh-Standes übernehmen. Das „Frauencafé“ aber ist passé. Unter dem Titel „Sammlerinnentreff Frauen auf Zack(e)“ wird der Stand seinen Fokus auf Sammlerinnen legen und zum Treffen am Stand einladen. Es soll über die Sammelleidenschaft und das Hobby geredet werden. Aber es werden auch Idee gesammelt, wie die „Frauenquote“ in der Männerdomäne erhöht und die Sammlerinnen besser wahrgenommen werden können. Dabei dürfen auch gerne Männer (und gerade Vereinsmitglieder!) ihre Ideen mit einbringen. Wir sind keine Emanzen und wollen keinen Keil in die Sammlerschaft treiben. Wir wollen aber mehr Frauen in der organisierten Philatelie!

Vom 9. bis 11. Mai 2019 werden Mitglieder vom Verein Frau und Philatelie am Stand „Sammlerinnentreff – Frauen auf Zack(e)“ für die Sammlerinnen da sein. Dort werden in einigen Rahmen auch Auszüge aus der Sammlung „Das Postwesen in China nach der Kulturrevolution“ von Carla Michel zu sehen sein.Carla Michel wird am Donnerstag und am Samstag am Stand sein. Mit im Gepäck hat sie ihr neues Buch über die Stempel Chinas.

Alle Sammlerinnen sind herzlich eingeladen!

Pokal für die meisten neuen Mitglieder

Pokal für die meisten neuen Mitglieder

Und wir haben ihn wieder: den Pokal für die meisten neuen Mitglieder in 2018.

Auf dem Landesverbandstag am 10. März 2019 wurde wieder der Pokal für die meisten neugeworbenen Mitglieder unter den Vereinen im LV Elbe-Weser-Ems ausgelobt. Und Frau und Philatelie hat ihn erhalten, weil wir die meisten Neumitglieder im Jahr 2018 gewinnen konnten.

Verbandsvorsitzender Oswald Janssen überreicht den Pokal an Christine Hennings-Kuhlmann (Foto: Helma Janssen)
Briefmarkenmesse Roden 2019

Briefmarkenmesse Roden 2019

Messeeinsatz in den Niederlanden

Auch in diesem Jahr nahmen zwei Vereine vom Nordwestdeutschen Philatelistenverband Elbe-Weser-Ems e.v. an der Briefmarkenmesse NOORD in Roden in den Niederlanden teil. Einige Mitglieder vom Verein der Briefmarkenfreunde Leer und vom Verein Frau und Philatelie machten sich auf den Weg, um auch in den Niederlanden für die Philatelie in Deutschland zu werben. Im letzten Jahr hatten sich die beiden Vereine noch einen Stand geteilt. Im diesem Jahr konnten die Vereine an eigenen Ständen für sich werben. Dass die Stände direkt nebeneinander lagen, war ein Glücksfall.

Da bei den Leeraner Briefmarkenfreunde zwei von drei Sammlerfreunden kurzfristig ausfielen, konnte die Standbesetzung von Frau und Philatelie die verbliebene Standbesetzung zwischendurch unterstützen.

Die beiden deutschen Vertreterinnen von Frau und Philatelie nutzten die Gelegenheit, sich auf der Messe mit einigen Mitgliedern aus den Niederlanden zu treffen. Die Freude war groß, dass man sich wieder einmal persönlich treffen und austauschen konnte.

 


Deutsch-Niederländisches Treffen
Foto: W. Kuhlmann

Mit von der Partie war ebenfalls, wie in den letzten Jahren, das Team Erlebnis Briefmarke aus Deutschland. Sie hatten dieses Jahr einen Stempel aus Leer mit einem Bild von einem Schaukelpferd aus dem Spielzeugmuseum in Roden.

Frau und Philatelie hatte die Veranstaltung im Vorfeld über die Fachzeitschriften und in den sozialen Medien in Deutschland kräftig beworben. Zum Ende der Messe konnte Veranstalter Wouter Beerekamp berichten, dass die Werbung in Deutschland durchaus Erfolg hatte: Es waren vermehrt Besucher aus Deutschland gekommen.

Helma Janssen, Frau und Philatelie

Noord Holland

Noord Holland

Werbung für Deutschland in den Niederlanden

Briefmarkenmesse NOORD 2019 in Roden/Niederlande

Am Samstag, den 16. Februar 2019 findet von 10.00 bis 16.00 Uhr in Roden (Niederlande) wieder die auch bei den deutschen Sammlern beliebte Briefmarkenmesse NOORD statt. Bei rund 60 Händlern aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland sind Briefmarken, Belege, Münzen, Banknoten und Ansichtskarten aus der ganzen Welt zu finden.

Im letzten Jahr war der Verein Frau und Philatelie zum ersten Mal mit auf der Messe und teilte sich mit dem Verein der Briefmarkenfreunde Leer einen Stand. Das ist in diesem Jahr anders. Die Vorsitzende Christine Hennings-Kuhlmann und Helma Janssen freuen sich über einen eigenen Stand und können somit noch besser auf sich aufmerksam machen und für den Verein werben.

Da in den Niederlanden die Sammlerinnen von jeher besser in den Vereinen integriert waren, ruft ein Verein nur für Sammlerinnen dort schon Aufmerksamkeit hervor. Die Idee von einem Verein nur für Sammlerinnen kam im letzten Jahr bei den Niederländerinnen sehr gut an und Frau und Philatelie konnte gleich 4 neue Mitglieder gewinnen.

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