Die Philatelia 2005 in Köln und die „Folgen“

Die Philatelia 2005 in Köln und die „Folgen“

2004 wurde Frau und Philatelie von der Leitung der Kölnmesse zu einem Pressetermin für die Planung der „Philatelia 2005“ eingeladen – was für eine Chance für den Verein! Nach erfolgreicher Präsentation bekamen wir einen kleinen Messestand genehmigt. Nun musste geplant und organisiert werden. Flyer für Frau und Philatelie wurden gedruckt, zur Hälfte gesponsert von der Kölner Messeleitung und ausgeführt vom Briefmarken Spiegel. Das Flyerlogo wurde von unserem Mitglied Hannelore gestaltet.

Um etwas Besonderes zu bieten, präsentierten wir – passend zu einem Thema dieser Messe – den Katalog „Frauen auf Briefmarken“ über berühmte Frauen auf Briefmarken im deutschsprachigen Raum, zusammengestellt von unserem Vereinsmitglied Iris.

Eine weitere Besonderheit für Frau und Philatelie war eine personalisierte Marke der niederländischen Post zu 39 Cent (damals gängiges Porto). Von der Marke wurden 600 Stück hergestellt – die niederländische Filatelie und das Daagblatt berichteten – und in Köln am Eröffnungstag bereitgehalten.

In der Fachpresse und den gesamten Kölner Presseorganen konnte ein jeder lesen: „Frauenstand auf der Philatelia 2005“. Frau und Philatelie war in aller Munde, unser Stand zog viel Besuch an, die jungen Sammler kamen unbefangen, die älteren eher zögerlich. Wir führten ein Gewinnspiel durch, Hauptpreis: eine einjährige Schnuppermitgliedschaft für eine Sammlerin. Auf diese Weise gewannen wir einige neue Mitglieder, die uns auch über ihr Schnupperjahr hinaus treu geblieben sind.
Obwohl die Messe insgesamt nicht sehr gelobt wurde (hatte man doch mit viel mehr Besuchern gerechnet), bescheinigte uns die Messeleitung, ein Lichtblick auf der Ausstellung gewesen zu sein.

Als im Jahr 2005 der Redakteur des Landesverbandsheftes seine ehrenamtliche Tätigkeit beendete, erklärte sich unser Mitglied Anne bereit, die Redaktion zu übernehmen. Elbe-Weser-Ems war damit der erste Landesverband mit weiblichem Redakteur! Anne sollte viele schöne LV-Hefte gestalten und erhielt später eine Auszeichnung in Bronze für Verdienste für die Philatelie. Nach ihrem Abschied und nachdem sich im ganzen Landesverband niemand dazu bereitfand, war es wiederum eine Sammlerin von Frau und Philatelie, die diesen freiwilligen Job übernahm: Jacqueline, die ebenfalls informative Landesverbandshefte gestaltete.

Der Fernsehsender, der die Ratesendung „Sag die Wahrheit“ im SWR produzierte, fragte auf die Kölner Messe hin an, ob Frau und Philatelie nicht in der Sendung mitmachen wolle? Natürlich ließen wir uns das nicht nehmen! Schließlich wäre es ja auch eine tolle und kostenlose Werbung für Briefmarkensammlerinnen und die Philatelie. Bei dieser Quiz-Show geht es darum, dass ein Rateteam zwei „Lügner“ entlarven muss: drei Personen, darunter Helma, behaupten von sich, eine bestimmte Person zu sein, aber nur eine sagt die Wahrheit. Helma Janssen war dazu bereit, der Briefmarken Spiegel berichtete (4/2009). Die Sendung lief am 20. April 2009 um 22 Uhr im SWR.

Frau Renate Springer, Mitglied im Consilium Philatelicum, plante im Rahmen einer Gesprächsreihe im Haus der Philatelie in Bonn einen Vortrag über Frauen in der Philatelie und bat den Verein um Mithilfe. Ein großer Teil der Mitglieder nahm an einer Befragung teil. Frau Springer wertete alle Antworten für ihren Vortrag aus, den mehrere Vereinsmitglieder besuchten.
Später schrieb Frau Springer in ihrem Dankesbrief: Mit großem Interesse habe sie alle Unterlagen durchgesehen. Viele Geschichten von einzelnen Mitgliedern hätten sie sehr berührt, und sie sprach allen für die Arbeit, die Frau und Philatelie leistet, ihre Hochachtung aus. Ihr sei kein anderer Verein bekannt, der sich so in der Öffentlichkeit einsetzt und so bekannt sei. Sie glaubt, man hätte uns einen festen Platz in der „Männerdomäne“ eingeräumt, dies habe sie auch durch ihren Vortrag in Bonn zum Ausdruck gebracht.
Dieses Lob musste Frau und Philatelie anregen weiter für ein „gerechtes Miteinander“ zu arbeiten …

2007 bewarb sich Frau und Philatelie erfolgreich mit dem Frauenkatalog für die LIPSIA in Leipzig. Das Buch erhielt Silberbronze – für eine Rang-1-Ausstellung ein toller Erfolg. Eine besondere Frau war auf der LIPSIA zugegen: die Grafikerin Grit Fiedler, die bereits etliche Briefmarken u.a. für die deutsche Post gestaltet hatte. Sie ist heute Mitglied bei Frau und Philatelie, und darüber ist der Verein sehr glücklich. Für das 25-jährige Jubiläum gestaltete sie später drei Vignetten für den Verein; dafür sagt Frau und Philatelie ganz herzlichen Dank!

2009 fanden in Essen die IBRA und NAPOSTA statt. Auch hier wurde Literatur ausgestellt und bewertet, und Frau und Philatelie war erneut dabei, Iris hatte vorab den Frauenkatalog überarbeitet und erweitert. Hier gab es Bronze für das Buch – für eine internationale Ausstellung auch wieder ein toller Erfolg.

Im Seniorenstift „Augustinum“ in Essen bekam Frau und Philatelie 2010 eine Vitrinenausstellung des Vereins mit einem Hunde-Exponat von Inge, Auszügen aus dem Frauenkatalog und einem Exponat über die Briefmarken der Grafikerin Grit Fiedler. Helma Janssen, Ressortleiterin „Jugend und Familie“ im BDPh, sprach auf der Vernissage einleitende Worte und erläuterte die Vereinsausstellung. Besucher äußerten, sie hätten nie darüber nachgedacht, dass Briefmarken ja kleine Kunstwerke sind und dass Markenmotive von Künstlern und Künstlerinnen wie z.B. Grit Fiedler entworfen werden. Außerdem wurden die Beweggründe, einen reinen Frauenverein zu gründen, diskutiert: Vor allen die Frauen hatten dafür Verständnis, wussten sie doch am besten, was es bedeutet, Familie, Beruf und Hobby unter einen Hut zu bringen.

Bei weiteren Veranstaltungen war Frau und Philatelie vor Ort, so z.B. im Haus der Philatelie in Bonn, außerdem wurden erfolgreich Kontakte von Briefmarkenvereinen bzw. ArGen zu anderen Sammlervereinen vermittelt. Auch im Ausland konnte Frau und Philatelie Mitglieder gewinnen.

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