Frau und Philatelie wird Waise

Frau und Philatelie wird Waise

Bis 1989 vergrößerte sich der Verein und breitete sich landesweit aus. Viele Tauschkontakte entstanden, und es wurden – teilweise zweimal im Jahr – Tauschtreffen veranstaltet.

Die erste Jahreshauptversammlung fand am 4. April 1987 in Bremen statt, und am 19. September 1987 trafen wir uns zum Tausch in Bochum. Am 12. März 1988 war die Jahreshauptversammlung erneut in Bremen. Im Frühjahr 1989 gab es ein Tauschtreffen mit Jahreshauptversammlung bei unserem Mitglied Rosemarie in Bremen – viele unserer damaligen Mitglieder werden gern an diese Treffen zurückdenken.

Auf Anregung des niederländischen Mitglieds Ineke wurde eine vereinsinterne Briefmarkensammlung „Berühmte Frauen auf Briefmarken“ begonnen. Alle – auch spätere Vereinsmitglieder – beteiligten sich daran;  in der Folgezeit verschwand leider diese erste gemeinsame Sammlung zusammen mit der Verwalterin.

Die heutige Vorsitzende, Christine van Ratingen, wurde 1987 Mitglied im Verein. Ursprünglich sammelte sie Münzen und Geldscheine, aber ein Einbruch beraubte sie ihrer gesammelten „Schätze“. Was macht die Sammlerin dann: sie sammelt etwas anderes, und so kam sie zu den Briefmarken.
Am 28. Oktober 1989 trafen wir uns dann bei ihr in Viersen. Eine Reihe von Mitgliedern fand den Weg dahin, darunter auch Frau Stengelin/Bema. Es war ein schöner, erfolgreicher Tauschtag, und man lernte sich besser kennen. Nichts deutete darauf hin, dass Frau Stengelin/Bema bald schon aus persönlichen Gründen den Vorsitz von Frau und Philatelie aufgeben würde …

Nachdem Frau Stengelin/Bema längere Zeit verschollen blieb, erhielt der damalige Geschäftsführer des Landesverbands, Herr Oswald Janssen,  Anfragen von Mitgliedern, ob es denn Frau und Philatelie noch geben würde. Eine Menge Briefe gingen hin und her, bis feststand: Der Verein hat keinen Vorstand mehr.
Frau und Philatelie war „Waise“ geworden.

Nun musste eine neue Leitung gefunden werden. Zunächst hieß es, der 1. Frauenphilatelistenclub Berlin (gegründet 1977) wolle Frau und Philatelie übernehmen und in den Berliner Verein integrieren. Allerdings war bekant, dass dieser Verein nicht gut auf Frau und Philatelie zu sprechen war – es handle sich ja nicht um einen Sammlerverein sondern nur um einen „Tauschclub“.
Frau und Philatelie brauchte dringend einen neuen Vorstand um weiterbestehen zu können!

Nach reiflicher Überlegung erklärte sich Christine van Ratingen bereit, den Vorsitz zu übernehmen – obwohl  Vereinsführung für sie Neuland war. Der damalige Landesverbandsvorsitzende, Herr Herbert Wenz, und  Oswald Janssen gaben ihr tatkräftige Unterstützung. Frau und Philatelie bekam 150 DM und einen Vereinsstempel als Starthilfe. Frau Bema wurde nochmals um Übergabe der in ihrem Besitz verbliebenen Vereins- und BDPh-Unterlagen gebeten; sie versprach es, tat es aber nicht. So musste die neue Vorsitzende ganz von vorn anfangen und schrieb alle Mitglieder an, die noch verblieben waren – viele hatten sich während der führungslosen Zeit abgemeldet .

Nachdem sich Frau van Ratingen gut eingearbeitet hatte und die Ordnung wiederhergestellt war, erschien Mitte 1991 dann das erste neue Rundschreiben.

Fortsetzung: Frau und Philatelie macht auf sich aufmerksam

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